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ki [2023/10/26 16:18] – angelegt christianki [2023/10/26 16:18] (aktuell) christian
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 ====== Korrektur Aufsatz ====== ====== Korrektur Aufsatz ======
-Interpretation von lyrischen und kurzen narrativen Texten – Thomas Bernhard: „Eine +Interpretation von lyrischen und kurzen narrativen Texten – Thomas Bernhard: „Eine Maschine“
-Maschine“+
  
-Maschinen begegnen uns heutzutage überall im Alltag. Man findet sie überall in unterschiedlichen +Maschinen begegnen uns heutzutage überall. Man findet sie in vielen Formen: Vom Kopiergerät bis zu Fertigungsmaschinen in der Industrie. Im Copyshop legt man seinen Text auf den Kopiererund im Nu erhält man zahlreiche KopienDies ist schneller und effizienter als manuelles KopierenDennoch haben nur wenige über die Konsequenzen des Ersetzens von Menschen durch gefühllose Roboter nachgedacht. 
-Formen: Vom Kopiergerät bis zur Fertigungsmaschinen in der Industrie. Es ist ganz + 
-einfach. Man legt im Copyshop seinen Text auf dem Kopierer und schon erhält man ihn in +In dem kurzen Text „Eine Maschine“ von Thomas Bernhard thematisiert der Autor die Einengung der Menschheit durch Maschinen, die sich letztlich in der Vernichtung der Menschen manifestiertEr beschreibt eine Maschine, die in einer Fabrik Gummimasse schneidet und ein Mädchen enthauptet
-zehnfacher AusführungEs geht auch wesentlich schneller und einfacher als durch Menschenhand. + 
-Doch über die Folgen durch das Ersetzen der Menschheit durch gefühlslose Roboter +Zur Charakterisierung der Maschine verwendet der Autor den unbestimmten Artikel "eine"welcher auch im Titel vorkommt. Dies schafft eine Distanz zum Leser und kennzeichnet die Maschine als unpersönlichDiese Entfremdung wird durch den Vergleich der Maschine mit der Guillotine, einem Hinrichtungsinstrument der französischen Revolution, verstärkt. Dieser Vergleich verweist auf die potenzielle Gefahr der Maschine. Die Stücke, die von der Maschine abgetrennt werden, werden von Hilfsarbeiterinnen überprüft und verpackt. Schon das Wort „Hilfs...“ deutet auf eine Unterordnung der Menschen gegenüber der Maschine hinDie Maschine gibt den Menschen den indirekten Befehl, die Stücke zu verpackenein Beispiel für ihre Macht
-haben sich bisher nicht viele Menschen Gedanken gemacht: + 
-In dem kurzen epischen Text „Eine Maschine“ von Thomas Bernhard kritisiert der Autor die +Dennoch kann die Maschine ihre Produkte nicht selbst kontrollieren; Menschen müssen sie überprüfenDies betont die emotionale Überlegenheit des Menschen gegenüber der Maschine. Später gibt es eine Rückblende zur Einweihung der Maschine, gekennzeichnet durch das Präteritum. Bernhard zeigt auf, wie Menschen Maschinen human behandeln, obwohl sie keine Emotionen habenEin aktuelles Beispiel ist die Interaktion mit Computern. Die Maschine wird mit Musik begrüßt, was paradox erscheint, da Maschinen Musik nicht "verstehen" können
-Einengung der Menschheit durch Maschinen, welche sich sich schließlich bis zur Vernichtung + 
-derselben zuspitztHierzu nutzt er eine Maschine, welche in einer Fabrik Gummimasse +Nach der Rückblende kehrt die Erzählung ins Präsens zurückDie Maschine benötigt Öl, was ihre mechanische Natur betontEin Mädchen, das die Maschine ölen sollwird dabei geköpft. Dies steht symbolisch für den Konflikt zwischen Menschen und Maschinen. Die Maschine unterscheidet nicht zwischen lebenden Wesen und toter Materie, ein Punkt, den Bernhard durch die Wahl von Gummimasse als Material unterstreicht
-schneidet und darüber hinaus ein Mädchen köpft+ 
-Um seine Maschine zu charakterisieren nutzt der Autor zunächst die unbestimmten Artikel +Der Kopf symbolisiert das Denken und Handeln des MenschenDer Verlust des Kopfes bedeutet den Verlust der Menschlichkeit. Die Arbeiterinnen zeigen keine Reaktion auf den Vorfall, was die Entmenschlichung durch Maschinen verdeutlicht. 
-eine Maschinewelche auch in der Überschrift zu finden ist. Dies verleiht der Maschine eine + 
-Distanz zum Leser und entfremdet sie. Dadurch wird eine Unpersonalität aufgebaut, was die +Abschließend zeigt Bernhard, dass das Ersetzen von Menschen durch Maschinen zu Problemen führt. Viele Menschen verlieren ihre Jobs und werden arbeitslosIch stimme Bernhards Kritik zu und sehe meine Interpretationshypothese bestätigt. 
-Maschine klar als menschenfremd kennzeichnetDies wird inhaltlich durch den Vergleich der + 
-Maschine mit der Guillotine, einem menschenvernichtenden Hinrichtungsinstrument zur Zeit +Fehleranalyse: 
-der französischen Revolution, verstärkt. Der Vergleich lässt schon erste Schlüsse auf die Vernichtung + 
-der Menschheit durch Maschinen ziehen. Die Stücke, die von der Maschine abgeschnitten +    Mehrere stilistische Wiederholungen (z.B. "Maschinen begegnen uns"
-werden, müssen von Hilfsarbeiterinnen kontrolliert und verpackt werdenAllein das +    Grammatikalische Fehler und unpassende Wortwahl 
-Wort „Hilfs...“ in Hilfsarbeiterinnen lässt sich auf eine Unterordnung der Menschen gegenüber +    Einige Sätze waren unnötig lang und kompliziert formuliert 
-der Maschine schließen, was der Maschine Macht verleihtDiese Macht „nutzt“ die Maschine +    Inhaltliche Wiederholungen, die den Fluss stören 
-nun um den Menschen ein indirekten Gefühl zu geben Sie „(haben) die abgeschnittenen +    Satzstrukturen wurden für bessere Klarheit und Verständlichkeit überarbeitet.
-Stücke in Kartons „zu verpacken“. Dies ist ein erweiterter Infinitiv mit zu, welcher hier +
-als Form des Imperativs fungiertSomit drückt der Autor die indirekte Beherrschbarkeit des +
-Menschen durch Roboter aus. Trotzdem ist die Maschine nicht in der Lage ihre gefertigten +
-Stücke zu kontrollieren, so dass sie von Menschenhand überprüft werden müssenDamit +
-drückt der Autor die gefühlsmäßige Überlegenheit des Menschen im Vergleich zur Maschine +
-aus und zeigt so die Nachteile der Maschine aufNun erfolgt eine Rückblende zur Einweihung +
-der Maschine, kennzeichnet durch das Präteritum. Im folgenden Verlauf versucht Bernhard +
-den Menschen vor Augen zu führen, wie human sie Maschinen behandeln, obwohl diese +
-Anja Sieger – Lehrkraft für besondere Aufgaben – Fachdidaktik Deutsch +
-Das Material ist ausschließlich für den studentischen Gebrauch zu benutzen. +
-Gefühle nicht verstehen können. Das beste Beispiel in der heutigen Zeit ist das Reden mit +
-dem Computer. Die Maschine wird von Musik begrüßt. Gerade dies klingt bereits sehr paradox, +
-da es für Maschinen nicht möglich ist Musik zu verstehen. Gleichwohl stehen die angenommen +
-Hüte der Menschen für Respekt gegenüber der Maschine, vergleichbar mit dem +
-Hutabnehmen vor dem Betreten einer Kirche. Auch Respekt kann eine Maschine nicht verarbeiten. +
-Mit diesem Beispiel möchte uns der Autor unser kindisches Verhalten, die Maschine +
-als menschliches Gegenüber zu betrachten, vor Augen führen und die Verdrängung des Menschen +
-als Kommunikationspartner oder Respektperson kritisieren. +
-Nach der Rückblende wechselt die Zeitform wieder zum Präsens, was auf die Fortführung der +
-Handlung schließen lässtSofort führte der Autor das Ölen der Maschine an, was wieder die +
-Maschine entfremdet und eine Distanz zum Leser schafft, da kein Mensch Öl brauchtHier +
-spielt auch wieder die Kritik des Autos eine Rolle, da eine Maschine, sei sie noch so perfekt, +
-stets von Menschenhand gepflegt werden muss +
-Das Mädchen, welches die Maschine ölen soll wird bei diesem Versuch geköpft. Hiermit +
-steht das Köpfen des Mädchens als Metapher für die Ermordung der Menschheit durch Maschinen+
-Das Gefühlsbetonte und fehlerhafte Geschöpf, gekennzeichnet durch das Ausrutschen +
-des Mädchens, verliert gegen den gefühlskalten perfekten Automaten. Dies ist wohl die +
-eindeutigste Stelle, an der meine Deutungshypothese greift. Die Maschine kann nicht zwischen +
-Lebewesen und toter Gummimasse unterscheiden. Um genau diesen Vergleich zu unterstützen +
-hat Thomas Bernhard die Gummimasse als Inbegriff des Künstlichen und Toten +
-gewähltBeim Pflegen der Maschine stirbt das Mädchen. Will man demnach die Maschine +
-am Leben erhalten stirbt der Mensch. Hier findet man den direkten Bezug zwischen Mensch +
-und Maschine. Beide liegen auf einer Waage. Wird die eine Seite unterstützt kommt die Waage +
-aus dem Gleichgewicht. Gleichzeitig verliert das Mädchen seinen Kopf, welcher unsere +
-Handlungen auswertet und denktSomit stellt das Köpfen symbolisch das Vernichten des +
-menschlichen Denkens dar. Gerade dies aber unterscheiden den Menschen von Tieren oder +
-Gegenständen und so verliert der Mensch durch die Maschine seinen angestammten Platz in +
-der Welt. +
-Genau dieser Verlust des Denkens kommt nun im folgenden zum Einsatz: Die Arbeiterinnen +
-zeigen keinerlei Gefühle als Reaktion auf den Mord. Sie können nicht schreien oder Entsetzen +
-zeigen. Dies ist die Folge der Endhumanisierung durch die Maschine. Auch verpacken sie den +
-menschlichen Kopf wie Gegenstände in einen Karton, was noch einmal das Sterben der +
-Menschheit verdeutlicht. Gewöhnt an den Takt und den Arbeitsrhythmus der Maschine führen +
-Sie ihre Normale Arbeit durch. +
-Zusammenfassend kann man sagen, dass das Machterlangen von Maschinen ein großes Problem +
-für die Menschheit darstellt. Viele Menschen verlieren ihre Arbeit, der Maschine wegen +
-und werden in die Arbeitslosigkeit gedrängtSomit halte ich die Kritik Thomas Bernards an +
-diesem Vorgang für gerechtfertigt. Und sehe meine Deutungshypothese bestätigt. Seine erschreckende +
-Art Fakten anderen Menschen vor Augen zu führen ist wohl die beste Ausdrucksmöglichkeit +
-dieses ProblemsEs gibt bereits Menschen, einschließlich mir, die den +
-Grundsatz vertreten: „Warum das Auto nehmen, wenn man laufen kann.+
ki.1698329881.txt.gz · Zuletzt geändert: von christian